Die Wirkung von Massagen

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Wer kennt das nicht? Wenn die Muskulatur von einem langen Arbeitstag oder einer ungewohnten Tätigkeit verhärtet ist und schmerzt, reiben und kneten wir instinktiv die verspannte Stelle mit unseren Händen. Die Massage gilt als eine der ältesten Therapien der Welt. Aber wie wirkt sie genau und wann ist sie sinnvoll?

So wirkt die klassische Massage

Dass Massage Schmerzen lindern kann ist längst nachgewiesen (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/physiotherapie-massagen-wirken-wie-schmerzmittel-1.1274472). Durch die unterschiedlichen Reize der angewendeten Massagegriffe lösen sich Verspannungen. Mit Hilfe von Knetungen wird der Muskel besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Lymphfluss und  Stoffwechsel werden angeregt und durch Dehnreize lässt die Spannung nach.
Der psychische Entspannungseffekt entsteht durch die Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormone), welche den Stress abbauen und zu mehr Ruhe und Gelassenheit führen können. Dies wiederum stärkt das Immunsystem und  fördert die Selbstheilungskräfte.
Auch auf innere Organe kann eine Massage Einfluss nehmen, da die Haut über Reflexbögen (Head´sche Zonen) mit Organzonen verunden ist.

Wann kann eine Massagebehandlung helfen?

  • Bei Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur im unteren und oberen Rückenbereich, der Arme und Beine
  • Therapiebegleitend bei psychosomatischen Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems wie z.B. Depression und Burnout
  • Rheuma, Arthrose, Fibromyalgie
  • Als Ergänzung zur Schmerztherapie in der Palliativmedizin
  • Zur Vorbereitung vor – und zur Ermüdung der Muskulatur  nach dem sportlichen Wettkampf
  • Zur Vorbereitung einer krankengymnastischen Behandlung

Was spricht dagegen?

  • Die lokale Anwendung auf frischen Verletzungen wie Knochenbrüche, Narben, Entzündungen und entzündliche Hauterkrankungen
  • Auf Krampfadern
  • Akute Thrombose
  • Risikoschwangerschaft
  • Osteoporose
  • Fieberhafte Erkrankungen

Massage oder Krankengymnastik?

Bei Funktionstörungen z.B. in Gelenken sollte  Krankengymnastik das erste Mittel zur Wahl sein weil die Beschwerden oft mit einer Fehl- oder Schonhaltung einhergehen.  Durch die aktive Mitarbeit  des Patienten bei den Übungen wird der Spannungszustand der Muskulatur und die Beweglichkeit der entsprechenden Gelenke reguliert.
Hier kann die Massage eine gute Vorbereitung zur krankengymnastischen Behandlung sein da Gewebsverhärtungen und Verquellungen in der Muskulatur vorab gelöst werden können.

Gut zu wissen

Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Arzt, ob eine Massagebehandlung für Sie geeignet ist.
Eine gute Massagepraxis erkennen Sie unter anderem daran, dass der Behandler  bzw. die Behandlerin Sie immer in einem Erstgespräch nach möglichen Kontrainidikationen (Gegenanzeigen) fragt und Sie ggf. an einen Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder Arzt weiterempfiehlt.

 

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