Stresslöser Achtsamkeit

 

Stresslöser Achtsamkeit, © styleuneed - Fotolia.com

Es gibt kaum jemanden, der noch nichts davon gehört hat – Achtsamkeit. Was verbirgt sich hinter dem Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt?

Achtsam zu sein bedeutet, den gegenwärtigen Moment ohne Wertung oder Beurteilung bewusst wahr zu nehmen.

Für viele Menschen ist das jedoch ein sehr schwieriges Unterfangen. Sie befinden sich gedanklich schon in der Zukunft, grübeln über Vergangenes oder sind unzufrieden mit ihrer gegenwärtigen Situation. Dabei bekommen sie entsprechend wenig von dem mit, was sich aktuell um sie herum abspielt. Oft wird diese permanente Ablenkung durch ein sich ständig kreisendes Gedankenkarussell auch als Belastung empfunden. Im schlimmsten Fall kann mangelnde Achtsamkeit psychische Erkrankungen fördern oder aufrecht erhalten.

Einfach integrieren

Achtsame Menschen befinden sich körperlich und gedanklich im hier und jetzt. Sie konzentrieren sich auf den gegenwärtigen Moment ohne zu bewerten was sie gerade machen. Das kann man lernen. Es gibt eine Vielzahl von Übungen, die sich mühelos in den Alltag integrieren lassen um Achtsamkeit zu verbessern:

  • Bleiben Sie Morgens nach dem Aufwachen noch einige Minuten mit offenen Augen liegen, werden Sie sich des Wachseins bewusst und spüren Sie in die Atmung und in den Körper hinein.
  • Da das Atmen ein ständiger Begleiter ist, eignet es sich dementsprechend gut, die Achtsamkeit daran zu trainieren. So können Sie immer wieder am Tag die Aufmerksamkeit auf die Atmung lenken. Versuchen Sie doch mal, sich mit dem Atmen zu verbinden und die Qualität des Atmens zu erspüren.
  • Konzentrieren Sie sich unter der Dusche auf das wärmende Wasser, anstatt über das Frühstück nachzudenken.
  • Fokussieren Sie sich beim Essen auf den Geschmack – nicht auf das anstehende Meeting.
  • Nehmen Sie beim Radfahren oder Spazierengehen die frische Luft war.

Mit anderen Worten: Achten Sie einfach während Ihrer gewohnten Tätigkeiten auf Dinge, denen Sie sonst keine Beachtung schenken.

Vom Buddhismus in den Alltag

Ihren Ursprung findet die Achtsamkeit im Buddhismus. In den letzten Jahren ist das Interesse stark gewachsen. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen inzwischen die Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierten Verfahren – insbesondere für den Umgang mit Stress und anderen seelischen Belastungen sowie Schmerzen und psychischen Erkrankungen.

Quellen:
www.psychiater-im-netz.org
www.planet-wissen.de

 

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